Wir behandeln Weichteilverletzungen wie z.B. Platzwunden, Schürfwunden, Quetschwunden, Riss- und Bisswunden. Bei diesen Verletzungen können lediglich Haut und Unterhautgewebe betroffen sein oder es können auch Verletzungen von tiefer liegenden Strukturen wie Nerven, Sehnen, Knochen oder Blutgefäßen vorliegen. Zusätzlich können sich auch Fremdkörper wie ein Splitter in der Wunde befinden. Eine solche Wunde kann sich mit Krankheitserregern wie Bakterien oder, was besonders gefährlich ist, mit Tetanus- oder Gasbranderregern verunreinigen. Diese können eitrige Entzündungen mit starken Schmerzen und Fieber verursachen. Diese Entzündungen können Gewebe dauerhaft schädigen, zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) führen oder gar zum Verlust der betroffenen Gliedmaße führen. Unser Ziel ist es, eine Wundbehandlung mit rascher Heilung durchzuführen, welche ein gutes ästhetisches Ergebnis erzielt und ohne Störungen und Funktionseinschränkungen vonstatten geht.

Die Wundversorgung

Vor der Behandlung wird die Wunde untersucht, um den Schweregrad festzustellen und um die Infektionsgefahr einschätzen zu können. Je nach Schwere der Verletzung wird die Behandlung in örtlicher Betäubung, Regional- oder Allgemeinanästhesie durchgeführt. Bevor das verletzte Gewebe ausgeschnitten wird, muss die Wunde gereinigt und nochmals auf Fremdkörper untersucht werden.

Behandlungen

  • Bei Fremdkörpern, die tiefer im Gewebe liegen, wird der Wundkanal meist durch einen Schnitt etwas erweitert. Unter Umständen hilft eine Röntgenuntersuchung während des Eingriffes bei der Auffindung des Fremdkörpers.
  • Einlage eines Antibiotikumträgers wie einer Kugelkette oder einem Schwamm. Während sich der Schwamm von selbst auflöst, müssen Kugelketten nach einiger Zeit wieder gezogen werden.
  • Anlage einer Saug-Spül-Drainage.
  • Operative Versorgung von Verletzungen an Nerven, Gefäßen, Sehnen oder Knochen.
  • Vollständiger oder teilweiser Wundverschluss durch Klammern oder Naht.
  • Wunden, welche älter als 6-8 Stunden oder Wunden, die hochgradig infektionsgefährdet sind, bleiben offen (offene Wundheilung) und werden eventuell erst nach einigen Tagen verschlossen. Dies nennt man verzögerte Primärnaht oder auch Sekundärnaht.
  • Ruhigstellung mittels einer Schiene.
  • Sofern kein Nachweis über eine hinreichende Immunisierung erbracht werden kann, muss bei jeder Wunde vorbeugend eine Tetanus-Impfung erfolgen.

Je nach Verletzung und deren Schweregrad werden gegebenenfalls andere Maßnahmen zur Behandlung nötig sein.

Komplikationen und Risiken

Es können sich leichte Nachblutungen ergeben, die jedoch in der Regel von selbst abklingen und keine weitere Behandlung erfordern. Berührungsempfindlichkeiten an Stellen, an denen Hautnerven durchtrennt wurden, können nicht ausgeschlossen werden. Seltene Komplikationen sind z.B. stärkere Nachblutungen, Haut – und Gewebeschädigungen, Blutgerinnsel (Thrombose), Störung der Blutgerinnung, Allergien und Überempfindlichkeiten, Kreislaufprobleme, Juckreiz, Hautausschlag, örtliche Gewebeschäden. Extrem selten sind schwerwiegende Komplikationen wie Herz- und Kreislaufprobleme oder gar bleibende Schäden wie Organversagen oder Lähmungen.

Weiterführende Informationen können wir Ihnen gerne in unserer Praxis geben.