Schleimbeutel dienen zur Abpolsterung knöcherner Vorsprünge nach außen. Eine Schleimbeutelentzündung entsteht meist durch eine Verletzung oder durch Druck. In seltenen Fällen wird sie durch eine bakterielle Infektion verursacht und kann eitrig verlaufen. Schleimbeutel können sich akut oder chronisch entzünden und zu schmerzhaften Schwellungen führen.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Frische Schleimbeutelentzündungen kann man häufig ohne Operation, also konservativ behandeln. In einigen Fällen verspricht jedoch nur ein operativer Eingriff Erfolg. Wenn die Entzündung des Schleimbeutels bei einer konservativen Behandlung nicht ausreichend abklingt, so ist eine weitere konservative Behandlung oder auch der operative Eingriff notwendig.

Konservative Behandlung

Das Bein oder der Arm werden mittels einer Schiene bis zu mehreren Wochen ruhiggestellt und zusätzlich entzündungshemmende Verbände aufgebracht. Je nach Art der Entzündung wird eventuell ein Antibiotikum als Tablette oder Spritze verabreicht.

Operative Behandlung

Der Eingriff findet in Narkose, örtlicher Betäubung oder Regionalanästhesie statt. Der Schleimbeutel wird nach einem Hautschnitt freigelegt und entfernt. Eventuell muss, um den Überblick zu verbessern und um den Blutverlust zu verringern, eine Druckmanschette zur Blutsperre angelegt werden. Meist wird nach dem Eingriff eine Drainage zur Blut- und Wundsekretableitung eingelegt und die Wunde verschlossen. Bei einer eitrigen Entzündung wird gelegentlich die Wunde zunächst offen gelassen. Je nach Schweregrad der Entzündung ist nach der Operation eine vorübergehende Ruhigstellung per Verband oder Gips erforderlich.

Komplikationen und Risiken

Durch die Ruhigstellung in einem Verband oder Gips kommt es zu einer Schwächung der Muskulatur. Selten kommt es zu übersteigertem Knochenabbau, entzündlichen Erscheinungen und heftigen Schmerzen. Berührungsempfindlichkeiten an Stellen, an denen Hautnerven durchtrennt wurden, können nicht ausgeschlossen werden. Seltene Komplikationen sind z.B. Nachblutungen in das Lager des ehemaligen Schleimbeutels, Haut – und Gewebeschädigungen, Blutgerinnsel (Thrombose), Störung der Blutgerinnung, Allergien und Überempfindlichkeiten, Kreislaufprobleme, Juckreiz, Hautausschlag, örtliche Gewebeschäden. Extrem selten sind schwerwiegende Komplikationen wie Herz- und Kreislaufprobleme oder gar bleibende Schäden wie Organversagen oder Lähmungen.