Operative Eröffnung von Abszessen an der Körperoberfläche

Abszesse, Furunkel oder Schweißdrüsenabszesse an der Körperoberfläche werden meist durch Pilze oder Bakterien hervorgerufen, welche durch die Schleimhaut oder Haut in das darunterliegende Gewebe dringen. Auch durch körperinnere Infektionsherde kann ein Abszess verursacht werden. Abszesse und Furunkel welche sich knapp unter der Haut befinden, verursachen meist erhöhte Hauttemperatur, Rötungen und Berührungsempfindlichkeit. Auch können sie sich auf benachbartes Gewebe wie Knochen, Muskeln, Gelenke, Sehnen und Nerven ausdehnen. Diese können dauerhaft geschädigt werden und es kann zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Manche Abszesse öffnen sich äußerlich von selbst, heilen aber meistens nicht völlig ab und häufig bleibt ein Verbindungsgang (Fistel) zurück. Eine Punktion oder eine medikamentöse Behandlung führt nur selten zu einer vollständigen Heilung. Deshalb raten wir, den Abszess oder Furunkel operativ zu eröffnen.

Abszess

Die operative Abszesseröffnung

Der Eingriff wird in Narkose oder Regionalanästhesie durchgeführt. Der Abszess wird durch einen größeren Schnitt eröffnet, damit der Eiter abfließen kann. Zerstörtes Gewebe wird dabei entfernt, um einem Rückfall vorzubeugen.
In aller Regel wird die Wunde nicht verschlossen, damit das Wundsekret frei ablaufen kann, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten. Bei tieferliegenden Abszessen kann auch zusätzlich eine Drainage oder ein Antibiotikaträger eingelegt werden. Um die Heilung der Entzündung zu unterstützen, wird auch eventuell auch ein Antibiotikum verschrieben.

Komplikationen und Risiken

Die Komplikationen bei diesem Eingriff sind weitgehend gleich mit denen einer Steißbeinfistel-Operation.

Weitere Informationen können Sie gerne in unserer Praxis bekommen.